Google Ads – was ist neu?

Neuer Name, neue Oberfläche, neue Funktionen

Seit dem 12. Juli 2018 gehört die alte AdWords Oberfläche der Vergangenheit an und zum 24. Juli wird auch der alte Name ad acta gelegt. Grund genug für uns, mal einen genaueren Blick auf einige der neuen Funktionen zu werfen. Denn davon gibt es mehr als genug.

Mobile Speed Score

Ein neuer Wert, der gleich in den Fokus der Werbetreibenden rücken dürfte, ist der Mobile Speed Score. Wie wichtig die mobile Ladezeit einer Website für SEO ist, hat Google in den letzten Jahren, einer Bergpredigt gleich, immer wieder verkündet und das sollte mittlerweile wirklich jedem klar sein.

Aber auch für den Erfolg von Google Ads Kampagnen ist die Ladezeit auf Smartphones wesentlich. Denn umso langsamer die mobile Landing Page, umso schlechter die User Experience, umso geringer die Conversion Rate, umso schlechter die qualitative Bewertung der Ads, umso höher die Klickkosten.

Mit dem Mobile Speed Score stellt Google nun eine entsprechende Bewertung jeder hinterlegten Landing Page zur Verfügung. Auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten wird die mobile Ladezeit bewertet und damit auch die Tauglichkeit einer Seite als Ziel URL der Werbeschaltung.

Responsive Suchanzeigen

Wie viele andere Neuerungen beruht das Anzeigenformat “Responsive Suchanzeigen” auf Machine Learning und soll dabei helfen, für jede Suchanfrage die perfekt geeignete Anzeige auszuspielen. Dazu werden in nur einer Anzeige 15 verschiedene Anzeigentitel und bis zu vier Textzeilen eingegeben. Das Google Ads System spielt dann jeweils die Kombination aus, welche vermutlich am besten zur aktuellen Suchanfrage passt.

Durch das Testen verschiedener Kombinationen ermittelt der Algorithmus außerdem, mit welcher Variante die besten Ergebnisse erzielt werden. Konsequenz sollte eine stärkere Klickrate, eine bessere Anzeigenrelevanz und folgend auch eine optimierte Kampagnenleistung sein.

Maximize Lift

Ebenfalls auf Machine Learning beruht die neue Smart-Bidding-Strategie “Maximize Lift” für Videokampagnen auf YouTube. Noch befindet sich das Ganze in der Beta-Phase. In Zukunft sollen Nutzer darüber aber während der gesamten Customer Journey mit Videoanzeigen erreicht und dadurch die Markenbekanntheit möglichst maximiert werden.

Lokale Kampagnen

Mit diesem neuen Kampagnentyp sollen Besuche im Ladengeschäft angekurbelt werden. Der Werbetreibende muss dazu nur alle Standorte sowie einen Anzeigentext hinterlegen und das Google Ads System erstellt automatisch passende Anzeigen, abhängig vom Standort des Suchenden.

Veränderte Anzeigenrotation

Im alten AdWords standen vier verschiedene Einstellungen für die Anzeigenrotation zur Verfügung, darunter “für Conversions maximieren” und “gleichmäßige Auslieferung”. Beide Typen werden im neuen Google Ads nicht mehr unterstützt. Jetzt kann nur noch zwischen “optimiert” und “nicht optimiert” gewählt werden.

Veränderte Zielgruppenausrichtung

Werbetreibende, die Ihre Zielgruppen bisher mit der Einstellung “Nur Gebote” angelegt haben, werden diese Option im neuen Google Ads vergeblich suchen. Auch hier ging nämlich eine Namensänderung von statten und “Nur Gebote” heißt jetzt “Beobachtung”. Die Funktion an sich bleibt die gleiche. Die Werbung wird mit dieser Ausrichtung für alle Nutzer ausgeliefert, es sind aber Gebotsanpassungen für die Zielgruppen unter “Beobachtung” möglich.

Google Chrome Only

Für uns persönlich eines der wichtigsten Learnings, was die neue Google Ads Oberfläche angeht. Viele Funktionen und Ansichten sind in Browsern wie Firefox noch fehlerhaft oder gar nicht auffindbar. Einwandfrei läuft Google Ads unserer Erfahrung nach aktuell nur in Chrome. Wer sich also nicht auf eine endlose und verzweifelte Fehlersuche machen will, sollte einfach direkt zum Google Browser greifen.

Automatisierte Produktfeeds

Eine neue Funktion, über die sich die Google Ads Community wahrscheinlich ein Loch in den Bauch freuen dürfte, sind die automatisierten Produktfeeds. Denn diese würden bedeuten, dass für Shopping Anzeigen keine Produktdaten mehr erstellt und über das Merchant Center hochgeladen werden müssten.

Google will diese zukünftig direkt von der Website auslesen, was die Schaltung von Shopping Anzeigen erheblich vereinfachen würde. Vermutlich dürften Rich Snippets bzw. strukturierte Daten für diese Funktion eine Voraussetzung sein, das ist aber nur eine Annahme unserer Redaktion. Angekündigt sind die automatisierten Produktfeeds für Ende 2018.



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