Google News #27

Quellensteuer, Ads in der Bildersuche und erstes Core Update 2019

Google Werbetreibende blickten Mitte März voller Spannung nach München, wo der bayerische Finanzminister Albert Füracker offiziell Stellung zur möglichen Erhebung einer Quellensteuer für Advertiser nahm.

Beinahe zeitgleich verkündete Google, dass die Bildersuche schon ab Ende März Teil des Suchnetzwerks wird und Shopping Ads dort in Zukunft automatisch ausgespielt werden.

Dem nicht genug, wurde am 12. März außerdem das erste Core Update des Google Algorithmus im Jahr 2019 ausgerollt, welches das Ranking in der Suche wieder erheblich durcheinander gewürfelt hat.

Keine Quellensteuer auf Google Ads

Der Schreck war vielen Werbetreibenden in die Glieder gefahren, als im Februar 2019 bekannt wurde, dass die Finanzbehörden über eine Quellensteuer von 15 % auf alle Google Werbekosten diskutierten, welche bis zu sieben Jahre rückwirkend erhoben werden sollte.

In den Schlagzeilen war bereits von der „Google Falle“ die Rede und nicht wenige Unternehmen sahen sich bereits kurz vor der Insolvenz, sollte diese Steuer tatsächlich in diesem Ausmaß eingeführt werden. Doch nun können Werbetreibende aufatmen, denn Mitte März kam aus München das Dementi.

Der bayerische Finanzminister Albert Füracker gab Entwarnung und betonte: „Die jetzt erreichte Klärung zwischen Bund und Ländern bedeutet, dass den inländischen Unternehmen unnötige steuerliche Mehrbelastungen im Zusammenhang mit der Onlinewerbung erspart bleiben.“

Als Gründe für die Entscheidung gegen eine Quellensteuer führten die Finanzbehörden nicht nur die existenzbedrohenden Konsequenzen für viele kleinere Unternehmen und die entsprechend negativen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft an, sondern auch einen bedeutenden bürokratischen Mehraufwand.

Die Erleichterung bei Unternehmen ist groß und der Plan des Finanzamtes, sich auf dem Rücken der Werbetreibenden doch noch das Geld von Google zu holen, vom Tisch.

Shopping Ads in der Bildersuche

Ein Trend wurde in den letzten Jahren kontinuierlich bestätigt: Immer mehr Menschen nutzen die Bildersuche von Google. Das liegt nicht zuletzt an der steigenden Beliebtheit von Apps wie Google Lens, mit denen die kommerzielle Nutzung von Bilderkennungsanwendungen Einzug auf unseren Smartphones gehalten hat.

Natürlich hat auch Google diese Entwicklung erkannt und öffnet die Bildersuche jetzt verstärkt für die Werbeschaltung über Google Ads. Schon Ende März wird die Bildersuche ins Suchnetzwerk integriert, so dass Shopping Kampagnen zukünftig automatisch auch in der Bildersuche ausgespielt werden.

Allerdings gibt es aktuell noch nicht die Möglichkeit, die Ergebnisse aus der Bildersuche separat zu betrachten, um Rückschlüsse auf die Performance schließen zu können. Das bedeutet für Werbetreibende, dass der Traffic bei Suchkampagnen durch die Erweiterung um die Bildersuche demnächst steigen dürfte. Bleibt zu beobachten, ob sich die Integration der Bildersuche auch positiv auf Conversion Rates & Co auswirken wird.

Erstes Google Core Update 2019

Alle paar Monate sorgt das neuste Google Update für den Algorithmus der Suchmaschine für Aufregung. Welche Änderungen es genau gab, wird wie immer nicht bekannt gegeben und alle SEOs dieser Welt graben tief in den Ranking Daten, um analysieren zu können, welche Auswirkungen das Update mit sich gebracht hat.

Auch das erste Google Update im Jahr 2019, welches seit dem 12. März läuft, wirbelt die Sichtbarkeit in der Suche wieder kräftig durcheinander. Websites, die bisher ganz oben platziert waren, mussten erhebliche Ranking-Verluste hinnehmen. Andere sind entsprechend gestiegen.

Dabei zeigen erste Analysen, dass sich der Trend der letzten Jahre bestätigt: Google scheint für das Ranking immer mehr auf die Faktoren Trust (also Markenbekanntheit), User Signals sowie auf eine breite Themenvielfalt zu setzen.

Im Klartext: Umso stärker das Branding einer Marke ist und umso vielfältiger die relevanten Inhalte auf der Website aufbereitet werden, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine gute Sichtbarkeit in der Google Suche.

User Signals, wie die durchschnittliche Besuchsdauer oder die Absprungrate einer Website, gelten offiziell zwar immer noch nicht als Ranking Faktor, allerdings belegen alle Analysen der Gewinner und Verlierer des Google Core Updates 2019 das Gegenteil.

Websites, mit einer vergleichsweise hohen Besuchsdauer und relativ niedrigen Absprungraten, haben in der Regel an Sichtbarkeit gewonnen, während Websites mit entsprechend schwächeren Werten im Ranking eher gefallen sind.

Fazit

Es gibt zwar kein Patentrezept, um ein erfolgreiches Ranking zu erreichen und jede Website sollte individuell sowie branchenabhängig behandelt werden, aber für die Suchmaschinenoptimierung bedeutet das, dass Brandbuilding längst auch ein Mittel für eine bessere Sichtbarkeit in der Google Suche geworden ist, ein breiter Themenfokus wichtig für eine starke Positionierung ist und Websites auf die Nutzerintention optimiert werden sollten, um bessere User Signals zu produzieren.

Eine bessere UX (User Experience) freut nicht nur die Suchmaschine, sondern auch den Besucher und um den (und nicht um Google) geht es am Ende schließlich.



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