Kommt die Google Steuer?

Finanzamt erwägt digitale Steuer auf Google Ads

Wir alle kennen die Diskussionen: Internet Giganten wie Google oder Facebook sitzen im Ausland und müssen deshalb in Deutschland keine Steuern bezahlen. Da Vater Staat keine Möglichkeit findet, an die enormen Geldströme der Konzerne heranzukommen, gibt es nun offensichtlich Überlegungen, es sich bei deren Kunden zu holen.

Anscheinend ist eine sogenannte Quellensteuer in Höhe von 15 % auf die investierten Google Ads Budgets geplant. Das Finanzamt würde diese pro Monat für jeden in Deutschland ansässigen Werbetreibenden erheben, mit dem Verweis, dass sich der Werbetreibende die Steuer bei Google zurückholen soll.

Das klingt verdächtig danach, dass der Fiskus sein Problem mit Google einfach an die Unternehmen weiterreichen möchte und wie groß die Chancen für Werbetreibende stünden, diese Quellensteuer von Google zurückzuerhalten, kann sich wahrscheinlich jeder selbst ausmalen.

Hinzukommt, dass diese Quellensteuer bis zu 5 Jahre rückwirkend erhoben werden soll. Die Auswirkungen vor allem für kleinere Unternehmen, welche seit längerer Zeit erfolgreich Werbung auf Google betreiben, könnten verheerend sein. Denn selbst mit einem relativ schmalen Monatsbudget sprechen wir schnell von einer Rückzahlung im fünfstelligen Bereich.

Gängig ist diese Praxis noch nicht, auch wenn bereits entsprechende Bescheide bei verschiedenen Unternehmen eingegangen sind und ob diese Praxis rechtens ist, dürfte demnächst vor Gericht geklärt werden.

Fazit

Dass Konzerne wie Google in Ländern Steuern bezahlen sollten, in denen sie aktiv sind, steht außer Frage. Wenn es dem Staat allerdings nicht gelingt, eine geltende Regelung mit den Herrschaften aus Silicon Valley zu finden, entzieht er sich einfach nur seiner Verantwortung, indem er das Ganze auf die Unternehmen abwälzt.

Bleibt zu hoffen, dass durch dieses Mittel nur Druck auf Google aufgebaut werden soll und am Ende nicht der kleine Werbetreibende darunter zu leiden hat, dass Statt und Konzern sich nicht einigen können. Wir bleiben für euch natürlich an dem Thema dran.



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